Examen LF 2.1


Wir erstellen und korrigieren regelmäßig Examensklausuren für das Lernfeld 2.1. Die Prüfungsinhalte variieren mehr oder weniger stark, je nachdem, wie der Unterrichtsverlauf in Lernfeld 2.1 während der gesamten Ausbildung gestaltet werden konnte.


Das Grundprinzip bleibt dabei immer gleich. Die Gestaltung der Prüfungsfragen ist zweizügig aufgebaut:
► In einem ersten Teil wird ein kurzer theoretischer Bezugsrahmen des jeweiligen Fragenthemas aufgespannt, auf den einzugehen ist.
► In einem zweiten Teil soll ein praktischer Bezug zum ersten Teil hergestellt werden.
Auf diese Weise wird erkennbar, in welchem Umfang Transferleistungen erbracht werden können. Diese erlauben eine bewertbare Einschätzung der inhaltlichen Durchdringung des jeweiligen Fragenthemas.

Diese Bewertung erfolgt dementsprechend auf zwei Dimensionen, jeweils auf einer Skala von 0 bis 5:
► In welchem Maße ist der theoretische Bezugsrahmen nachvollziehbar?
► In welchem Maße kann der praktische Bezug zum ersten Teil belegt werden?

Obligat ist in jeder Examensprüfung das Thema Kultursensible Pflege (oder: Soziokulturelle Grundlagen der Migration), das die Hälfte der Examensklausur ausmacht. Als praktische Arbeitsgrundlage wird dafür in der Prüfung ein ausführliches Fallbeispiel (siehe unten) vorgegeben.

Das Fallbeispiel enthält immer mehrfache Anknüpfungspunkte zum Thema Altenpflege. Diese erlauben verschiedene Transferleistungen, insbesondere zum einen aus Perspektive der potenziellen Pflegepatienten, zum anderen aus der Perspektive derer, die mit der Pflege zu tun haben (werden): Angehörige und Pflegekräfte.

Die Bearbeitung eines derartigen Fallbeispiels ist fester Bestandteil des Unterrichts zu diesem Modul im Laufe der Ausbildung. So steht jede/r Schüler/in dieselbe Aussgangsbasis zur Verfügung. Dies garantiert ein hinreichendes Maß an Reliabilität bei der Korrektur der Arbeiten.


Das Fallbeispiel beschreibt immer eine fünfköpfige, türkischstämmige Familie (= "Gastarbeiter der 1. Generation" und deren in Deutschland geborenen Nachkommen). Die dargestellten Personen sind fiktiv, die soziokulturellen Zusammenhänge - Herkunft, soziale Lage, Art und Ablauf der Intergration und ähnliches - sind echt und entsprechen somit der vielfach bekannten Lebensrealität der Menschen, um dies es hier - und in der Pflege - geht.

Der Text ist am linken Rand durchgehend mit Zeilennummern versehen. So können entsprechende Fundstellen im Fallbeispiel für eine Bewertung überprüfbar durch Stichwort und Zeilennummer angegeben werden, ohne unnötigen und zeitraubenden Schreibaufwand im Prüfungs- (und Korrektur-)verlauf zu generieren.

Die gesamte Examensprüfung umfasst immer 10 Fragen. Zu jeder Frage können jeweils maximal 10 Punkte erreicht werden - 5 Punkte für die richtige Beantwortung des theoretischen und 5 Punkte für die richtige Beantwortung des praktischen Teils. Maximale Gesamtpunktzahl: 100.

Die zweistündige Prüfung ist so konzipiert, dass 20 Minuten für das ausführliche Studium des Fallbeispiels (siehe oben) kalkuliert sind. So verbleiben im Mittel 10 Minuten für jede Frage. Die Funktionalität dieser Konzeption wird regelmäßig durch praktische Erfahrung in der Korrektur bestätigt.

Die Darstellung dieses Schemas ist Bestandteil der Prüfungsvorbereitung mit den Schüler(inne)n. So haben diese die Chance, sich darauf einzustellen und unliebsame Überraschungen zu vermeiden - ohne dass dies den inhaltlichen Anspruch der Prüfung in irgendeiner Weise schmälern würde.

Es werden immer drei Themenbereiche aus Lernfeld 2.1 geprüft:
► Dabei entfallen obligat 5 Fragen auf den Bereich Kultursensible Pflege (oder: Soziokulturelle Grundlagen der Migration, siehe oben),
► Weitere 3 beziehungsweise 2 Fragen entfallen auf zwei andere Themenbereiche des gesamten Lernfeldes 2.1. Die Auswahl dieser Themen wechselt von Jahr zu Jahr.

Der Aufbau der Fragen zu den beiden variierenden Themenbereichen ist grundsätzlich derselbe, wie er oben bereits beschrieben wurde:
► In einem ersten Teil wird ein kurzer theoretischer Bezugsrahmen des jeweiligen Fragenthemas aufgespannt, auf den einzugehen ist.
► In einem zweiten Teil soll ein praktischer Bezug zum ersten Teil hergestellt werden.

Zum dreifragigen Themenbereich - hier im Beispiel: Familie - sollen die Schüler/innen meist eigene praktische Beispiele in die Beantwortung einbringen. Im zweifragigen Themenbereich - hier im Beispiel: Demografie - ist der Praxisbezug in die Fragestellung meist integriert.

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